Das Leben ist wie Vanillepudding

Eigentlich super – aber manchmal wird einem schlecht davon.

Die Welt ist ein Irrenhaus, aber hier ist die Zentrale August 11, 2008

Filed under: Uncategorized — elfenkoenigin @ 6:40 pm
Tags: , , ,

Schon oft habe ich von unseren teuflischen Nachbarn berichtet.
Einmal HIER, 3 Monate später NOCHMAL – und auch jetzt gibt es wieder was zu berichten.
Eine der Ausgeburten der Hölle hat Geburtstag. Ich weiß nicht ob es Döööööörthe oder der Troll Käääääävinnn – auf jeden Fall freut es mich schon mal diebisch, dass das Wetter beschissen ist. Nur leider hindert es Familie Flodder nicht daran, draußen zu feiern und zu grillen.
Gut, bei schönem Wetter kann ja jeder raus, aber ich würde mich doch ganz doll freuen, wenn die blöden Kackbratzen (die auch noch Klone Freunde haben, mal auf dem feuchten Gras ausrutschen und gewaltig auf die Fresse fliegen, während sie seit über ner Stunde freudig den Fußball gegen die Hauswand donnern.
Natürlich genau unter/an unser Schlafzimmer/Esszimmerfenster.
Leider hat es die Blagen auch nur kurzzeitig abgeschreckt, als ich vorhin mal richtig feste gegen die Scheibe geschlagen habe. Eins sollten sie sich merken – erschreckt nie meine Katze, wenn ich in der Nähe bin und ohnehin nen Hass auf euch habe.

Doch aus dem Horror-Haus gibt es noch mehr zu berichten.
Vor ein paar Wochen haben Abends schon mehrere Mieter (in unserem Haus und dem Haus GEGENÜBER!!!) die Polizei gerufen, weil zwei Mietparteien gemeint haben, sie müssten Halli-Galli-Drecksauparty bis weit nach Mitternacht feiern. Die Musik und das Geschrei hätte Tote aufgeweckt, hätten wir einen Friedhof in unmittelbarer Nähe. Aber ich glaub selbst etliche Kilometer entfernt haben die Urnen gewackelt.
Nun denn, an eben diesem Abend haben wir uns (weil wir auch nicht schlafen konnten) am Fenster mit unseren Nachbarn im oberen Stock unterhalten – die das Glück haben, mit den Assis Wand-an-Wand zu wohnen. Und so haben wir erfahren, dass es schon öfter so nette Aktionen gab. Ist besonders toll, wenn man Wochenend-Schichtdienst hat und vielleicht früh raus muss. Aber Arbeitslosen kann das ja egal sein – also wird mal fleissig Party gemacht.
Nach dem Polizeibesuch war zwar Ruhe, aber gestern gings wieder ab. Diesmal draußen. Es ging ja am Mittag schon los. PUNKT 12 Uhr wurde der Kompressor fürs scheiß-Prolo-Planschbecken angeschmissen. Ich war ja den Nachmittag über auf Arbeit, aber meine Mom hatte den ganzen Tag über „Spaß“.
Am Abend dann nicht besser – ich komme um 21.30 nach Hause und es empfängt mich:
Geplärr, Musik und – man sehe und staune – FLUTLICHTBELEUCHTUNG, feste auf das Haus gegenüber gerichtet und ich frage mich jetzt noch, wie die Bewohner in dem Haus (denen das Licht voll in die Schlafzimmer geleuchtet hat) das ertragen haben und nichts unternommen haben.
Uns hat es dann gereicht und es wurde die Polizei gerufen. Mal wieder.

Heute hat dann die Nachbarin bei uns geklingelt und gefragt, ob sie sich denn nur gestört gefühlt hat oder ob wir das auch so empfunden haben. Ja, haben wir.
Und wir sind nicht die einzigen Leute im Haus – die Nachbarin hat schon bei der Wohnungsgesellschaft angerufen und wir werden es auch tun.

Ich kann es nur immer wieder sagen: Wir wohnen hier schon seit so vielen Jahren (13 an der Zahl) und früher war es trotz der vielen Blagen, die es hier schon immer gab wirklich schön hier.
Dank Sozialamt, Wohnungsamt und HartzIV gehts mit der Gegend immer weiter bergab.

Wie heißt es so schön?
„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, zieht das Pack in meine Gegend.“
Oder so ähnlich.